Kostenvergleich
Was kostet Streichen vom Maler vs. selbst machen?
Ob du selbst zum Pinsel greifst oder einen Maler beauftragst, ist auch eine Frage des Geldes. Dieser Überblick zeigt dir die üblichen Preise und hilft dir, ehrlich abzuwägen, was sich in deinem Fall lohnt.

Die wände streichen Kosten hängen vor allem davon ab, ob du selbst streichst oder einen Maler beauftragst. Beim Fachbetrieb zahlst du für Arbeit und Material, beim Selbermachen nur für das Material. Dieser Ratgeber stellt beide Wege gegenüber, damit du die Zahlen kennst und für dich entscheiden kannst. Alle Angaben sind übliche Richtwerte.
Wände streichen Kosten beim Maler
Ein Malerbetrieb rechnet meist pro Quadratmeter Wandfläche ab. Für einen einfachen Anstrich auf gutem Untergrund liegen die Preise häufig zwischen sechs und zwölf Euro je Quadratmeter, Material eingeschlossen. In diesem Preis stecken die Arbeitszeit, die Farbe und das Abdecken.
Dazu kommen oft Nebenkosten. Das Abkleben, das Ausbessern von Löchern oder eine nötige Grundierung werden manchmal getrennt berechnet. Auch Anfahrt und Möbelrücken können auf der Rechnung auftauchen. Ein schriftliches Angebot mit allen Posten schützt dich vor Überraschungen. Vergleiche am besten mehrere Angebote.
Manche Betriebe rechnen statt pro Quadratmeter auch nach Stunden ab, besonders bei kleinen oder unregelmäßigen Aufträgen. Ein Stundensatz liegt je nach Region häufig zwischen 40 und 60 Euro. Frage vorher, wie abgerechnet wird, und lass dir den ungefähren Zeitaufwand nennen. So kannst du das Angebot besser einschätzen und mit anderen vergleichen.
Regionale Unterschiede sind spürbar. In Großstädten und Ballungsräumen liegen die Preise oft höher als auf dem Land. Auch die Auftragslage spielt eine Rolle: In stark gefragten Zeiten sind Betriebe teurer und schwerer zu bekommen. Wer flexibel ist und in einer ruhigeren Phase anfragt, bekommt manchmal einen günstigeren Preis.
Beim Maler meist 6 bis 12 Euro je Quadratmeter Wandfläche inklusive Material.
Grundierung, Spachteln und Abkleben können extra berechnet werden.
Selbst sparst du Lohnkosten, brauchst aber ein bis zwei Tage pro Raum.
Kosten beim Selbermachen
Machst du es selbst, zahlst du nur das Material. Der größte Posten ist die Farbe. Ein guter Zehn-Liter-Eimer Innenfarbe kostet je nach Qualität zwischen 20 und 60 Euro und reicht für rund 40 bis 60 Quadratmeter bei einem Anstrich. Dazu kommen Rolle, Pinsel, Wanne, Krepp und Abdeckfolie.
Für die Erstausstattung an Werkzeug rechnest du einmalig etwa 30 bis 60 Euro. Diese Sachen kannst du mehrfach nutzen. Insgesamt kommst du für ein normales Zimmer oft mit 60 bis 120 Euro Material aus. Der eigentliche Preis ist deine Zeit: Plane für einen Raum inklusive Vorbereitung ein bis zwei Tage ein.
Denk an die Nebenkosten, die leicht vergessen werden. Spachtelmasse, Grundierung, Schleifpapier und Abdeckvlies kosten zusammen noch einmal ein paar Euro. Auch die Entsorgung leerer Eimer und benutzter Folie gehört dazu. Diese Posten sind klein, summieren sich aber. Trotzdem bleibt das Selbermachen beim reinen Material fast immer deutlich günstiger als der Fachbetrieb.
Wenn dir Werkzeug fehlt, musst du es nicht immer kaufen. Manche Baumärkte verleihen größere Geräte wie Farbsprühsysteme oder Gerüste stunden- oder tageweise. Für ein einzelnes Zimmer lohnt sich der Kauf teurer Spezialgeräte selten. Für Rolle, Pinsel und Wanne dagegen schon, weil du sie bei jedem weiteren Anstrich wieder verwendest.
Der direkte Vergleich
Die Tabelle zeigt ein Beispiel für ein Zimmer mit rund 40 Quadratmetern Wandfläche. Die Zahlen sind Richtwerte und schwanken je nach Region, Zustand der Wände und Qualität der Farbe. Sie geben dir aber ein Gefühl für die Größenordnung.
| Posten | Maler | Selbst |
|---|---|---|
| Arbeitslohn | im Preis enthalten | deine Zeit |
| Material | im Preis enthalten | ca. 60 bis 120 € |
| Gesamt (ca. 40 m²) | ca. 250 bis 480 € | ca. 60 bis 120 € |
| Zeitaufwand für dich | gering | 1 bis 2 Tage |
Der Unterschied im reinen Geld ist deutlich. Beim Selbermachen sparst du vor allem die Lohnkosten. Dafür trägst du das Risiko für das Ergebnis und investierst deine Freizeit. Das ist die eigentliche Rechnung, die jeder für sich selbst aufmachen muss.
Rechne beim Selbermachen auch deine Lernkurve mit ein. Beim ersten Raum arbeitest du langsamer und machst vielleicht kleine Fehler, die du ausbessern musst. Mit jedem weiteren Zimmer wirst du schneller und sicherer. Wer mehrere Räume streichen will, verteilt die einmaligen Werkzeugkosten über alle Flächen. Dadurch sinkt der Materialpreis pro Raum weiter und das Selbermachen lohnt sich noch mehr.
Beim Maler zahlst du dagegen für Erfahrung und Tempo. Ein Profi streicht einen Raum oft in wenigen Stunden, sauber und ohne Ansätze. Diese Zeitersparnis und das gleichmäßige Ergebnis sind der eigentliche Gegenwert für den höheren Preis. Für viele ist auch wichtig, dass sie sich um nichts kümmern müssen und der Betrieb die Verantwortung für das Ergebnis trägt.
Was den Preis treibt
Mehrere Faktoren machen das Streichen teurer. Ein schlechter Untergrund ist der größte. Muss viel gespachtelt, geschliffen und grundiert werden, steigt der Aufwand stark, egal ob Maler oder selbst. Auch kräftige Farbwechsel kosten mehr, weil sie einen dritten Anstrich brauchen können.
Weitere Punkte sind die Raumhöhe, viele Ecken und Kanten sowie schwer erreichbare Stellen wie Treppenhäuser. Kräftige oder besondere Farbtöne sind teurer als Standardweiß. Und je hochwertiger die Farbe, desto höher der Materialpreis, dafür sinkt oft die Zahl der nötigen Anstriche.
Auch versteckte Arbeiten treiben den Preis. Muss alte Tapete entfernt, Schimmel behandelt oder eine feuchte Stelle abgesperrt werden, steigt der Aufwand deutlich. Solche Arbeiten erkennst du oft erst, wenn du genauer hinsiehst. Prüfe deine Wände deshalb gründlich, bevor du ein Budget festlegst. Ein Betrieb kalkuliert diese Zusatzarbeiten mit ein, beim Selbermachen musst du sie selbst einplanen.
Wann sich was lohnt
Selbst streichen lohnt sich, wenn die Wände in gutem Zustand sind, die Fläche überschaubar ist und du Zeit sowie ein wenig Geduld mitbringst. Für ein normales Zimmer mit glatten Wänden ist das gut machbar und spart am meisten Geld.
Einen Maler zu beauftragen lohnt sich bei großen Flächen, hohen Räumen, schwierigem Untergrund oder wenn dir die Zeit fehlt. Auch bei anspruchsvollen Techniken oder wenn ein perfektes Ergebnis wichtig ist, zahlt sich die Erfahrung eines Profis aus. Am Ende wägst du Geld, Zeit und deinen Anspruch gegeneinander ab.
Ein Mittelweg ist ebenfalls möglich. Du kannst die einfachen Arbeiten selbst übernehmen und nur die schwierigen Teile an einen Betrieb geben. Zum Beispiel streichst du die gut erreichbaren Wände selbst und lässt eine hohe Decke oder ein Treppenhaus vom Profi machen. So sparst du bei den einfachen Flächen Geld und bekommst dort Hilfe, wo Erfahrung und passende Ausrüstung wirklich zählen.
Rechne am Ende ehrlich mit dir selbst. Ein niedriger Materialpreis nützt wenig, wenn dir Geduld oder Zeit fehlen und das Ergebnis dich stört. Umgekehrt ist ein Malerbetrieb Geldverschwendung, wenn du gern selbst arbeitest und die Wände einfach zu streichen sind. Wenn du deine Zeit, dein Budget und deinen Anspruch nüchtern zusammenrechnest, findest du für jeden Raum die passende Lösung.
Häufige Fragen
Was kostet Streichen pro Quadratmeter beim Maler?
Wie viel spare ich, wenn ich selbst streiche?
Sind im Malerpreis alle Kosten enthalten?
Lohnt sich teure Farbe?
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